
An der Weststrasse gibt es für die Bevölkerung bald ein Aufatmen. Der mobilisierte Verkehr reduziert sich um 80 bis 90 Prozent. Dinge, an die während über 40 Jahren nicht zu denken war, werden wieder möglich: Bei offenem Fenster essen, auf der Strasse mit der Nachbarin schwatzen oder die Kinder alleine raus lassen. Die SP ist massgeblich daran beteiligt, dass nun endlich Strassenzüge aufgewertet werden können, die unter dem Verkehr stark gelitten haben. Es musste hart und beharrlich erkämpft werden, weil der Kanton es nicht für nötig hielt, für flankierende Massnahmen zu sorgen.
Mit einem Minimum an flankierenden Massnahmen ist es noch nicht getan; der Handlungsbedarf ist nach wie vor gross:
Dank dem beharrlich geführten Kampf wurde die Westumfahrung zu einem Modellfall: Heutzutage bilden flankierende Massnahmen von Anfang an einen festen Bestandteil von Strassenbau-Projekten. Die SP fordert zudem, dass flankierende Massnahmen für Strassen jetzt nachträglich entwickelt werden (z.B. Milchbucktunnel, Nordumfahrung). Ebenfalls muss der Durchgangsverkehr von der Pfingstweidstrasse zukünftig direkt auf die Nordumfahrung geführt werden. So lässt sich die Rosengartenstrasse entlasten und sanieren.
Zum Positionspapier zur Westumfahrung

Einleitende Gedanken.
In den letzten 30 Jahren war die Verkehrspolitik stark geprägt vom Versuch, die individuellen Bedürfnisse nach Mobilität zu befriedigen, indem die Verkehrsinfrastruktur nachfrageorientiert geplant wurde. Die zusätzlichen Kapazitäten waren schnell wieder aufgebraucht.
Verkehrszunahmen sind aber kein Naturgesetz; der Verkehr lässt sich lenken und beein-flussen. Der Gesinnungswandel von der Nachfrage- zur Angebotsorientierung und der Wille zum bewussten Beeinflussen der Mobilität setzen sich langsam durch. Die Menge des motorisierten Individualverkehrs muss gesenkt werden. Eine seit Jahrzehnten verfehlte Verkehrspolitik kann aber nicht auf einen Schlag verändert werden. Das vorliegende Papier zeigt auf, mit welchen teilweise kleinen Schritten Massnahmen ergriffen werden können, die zu einer vernünftigen, nachhaltigen Verkehrspolitik führen. Dabei wurde bewusst ein prag-matischer Ansatz gewählt, der sich am politisch Machbaren orientiert.
Eine vernünftige, nachhaltige Verkehrspolitik basiert auf den drei Säulen:
Vermindern heisst:
Verbessern heisst:
Verlagern heisst:
Das gesamte Papier kann hier heruntergeladen werden.
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